Die Kamera-Offensive

23. April 2011

Wenn schon, dann aber richtig. So oder so ähnlich müsste das Motto im Jahr 2011 lauten, wenn es um Kameras bei Leftfront Productions geht. Denn dort wurde im Frühjahr kräftig aufgerüstet:

1. Sony HDR AX2000e:

Sony HDR AX2000e

Nach zweieinhalb Jahren bekam meine treue HVR HD1000e ihren „großen“ Bruder vorgesetzt. Schon ein wenig ironisch, da die neue Kamera kleiner ist als ihre „Vorgängerin“, aber einiges mehr zu bieten hat. Mit der HDR AX2000e habe ich dann auch die Ära der bandlosen Aufzeichnung eingeleitet, denn dies ist der erste semiprofessionelle Camcorder von Sony, der im AVCHD-Format auf Speicherkarte aufzeichnet. Und die Qualität kann auf jeden Fall überzeugen. Inzwischen hat sich der AVCHD-Codec etabliert und auch die Bearbeitung auf meinem aktuellen System läuft wesentlich besser als erwartet. Trotzdem warte ich irgendwie schon sehnsüchtig auf die neue Workstation, um der Bearbeitung einen gewaltigen „Speed-Boost“ zu geben.
Aber weiter zur Kamera: Sie liegt wunderbar in der Hand, die vielen manuellen Kontrollen (I like it!) lassen sich leicht erreichen und haben ein angenehmes Feeling (z.B. die „smoothen“ Kontrollringe an der Linse). Die Bildqualität ist erwartungsgemäß sehr zufriedenstellend, die 3 CMOS-Bildsensoren arbeiten da sehr zuverlässig, vor allem auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Und bei zwei SD/MMC-Karten-Slots lässt sich die Kamera auch mit ausreichend großen Speicherkarten bestücken. Man sollte aber darauf achten, mindestens die Klasse 4 an SD-Karten am Start zu haben, da große Datenmengen in kürzester Zeit übertragen werden müssen.

Mein Fazit zu der Kamera: Absolut empfehlenswert, Sony hat mich auch diesmal wieder überzeugt. Mehr von der Kamera wird man übrigens dann in „Jim Bond 2 – Der Jäger wird zum Gejagten“ sehen, die Dreharbeiten beginnen im Sommer. Der Teaser zu dem Projekt wurde übrigens auch schon mit der Sony HDR AX2000e gedreht, dort bekommt man schonmal einen kleinen Einblick in die Bildqualität.

2. Nikon D7000:

Nikon D7000 mit Nikkor 35mm 1.8

Damit aber noch nicht genug. Der Fotobereich hat sich im Vergleich zum Vorjahr inzwischen bei mir weiter stark in den Vordergrund gedrängt. Und so langsam stieß ich mit meinen wachsenden Ansprüchen an die Grenzen der kleinen D3000, die ich trotzdem sehr geschätzt habe. Es stand also auch eine neue Spiegelreflexkamera auf dem Plan. Man munkelte damals, dass die Nikon D5100 bald vorgestellt werden würde. Von den inzwischen bekannten Features der D5100 (sie ist ja inzwischen auf dem Markt) hätte diese grundsätzlich vielleicht noch ein bisschen besser zu mir gepasst. Aber aufgrund eines Angebotes habe ich noch vor dem Release der D5100 Nägel mit Köpfen gemacht und habe auch in der Fotografie den semi-professionellen Bereich erreicht. Und wenn man einmal die Features und Möglichkeiten der D7000 erfahren hat, dann möchte man diese auch nicht mehr missen. Okay, die D5100 hat einen besseren Video-Modus, aber filme ich mit einer Spiegelreflexkamera? Ja, in bestimmen Szenen  vielleicht, wo man besonders mit der Schärfe spielen möchte. Ansonsten eher nicht. Und im Foto-Bereich ist die D5100 doch noch merklich von der D7000 entfernt, was sich natürlich auch im Preis bemerkbar macht.
Was schätze ich an meiner Nikon D7000? Ganz einfach, sie ist deutlich größer und schwerer als meine alte DSLR. Für manche mag das ein Nachteil sein, für mich ist es ein großer Vorteil, da ich beim Fotografieren auch etwas in der Hand haben möchte. Vor allem, wenn ich ein so großes und schweres Objektiv wie das Sigma 70-200mm 2.8 auf der Kamera habe. Da muss man bei der D7000 und ihrem Magnesium-Gehäuse keine Sorgen machen, dass irgendwann der Bajonett-Anschluss zusammen mit dem Objektiv absegelt. Daneben bin ich begeistert davon, wie leicht man ohne große Sprünge im Menü die Blende, Verschlusszeit und ISO-Empfindlichkeit anpassen kann. Und das alles, ohne auf das große, hochaufgelöste und wunderbare Display gucken zu müssen. Denn die D7000 hat ein zweites, kleines Display hinter dem Auslöser, auf dem ich alle wichtigen Informationen bekommen, die ich gerade brauche. Da ich beim Handball fotografiere, war es mir auch wichtig, eine schnelle Kamera zu haben. Mit 6 Bildern pro Sekunde fange ich eigentlich immer genau das ein, was ich wollte. Wobei ich gestehen muss, dass ich auch mit den 3 Bildern pro Sekunde der D3000 ganz gut zurecht kam. Man muss halt nur im richtigen Moment schnell reagieren. Das für mich fast schon wichtigste Argument kommt aber zum Schluss: Rauschfreie Bilder auch bei höherer ISO-Empfindlichkeit. Denn meine alte D3000 neigte sehr leicht zum Bildrauschen, ab ISO 800 wurde es für meinen Geschmack definitiv zu „noisy“. Bei der D7000 fängt das Rauschen erst bei ISO 6400 merklich an, und wann benötige ich ISO 6400? Eher selten, vielleicht bei Konzerten. Und selbst bei ISO 6400 könnte ich in der Bildbearbeitung sicher noch ein Großteil des Bildrauschens mindern.
Fazit: Die Nikon D7000 überzeugt mich auf ganzer Linie. Für einen anspruchsvollen Hobbyfotografen ist das die Kamera. Kommt man aus dem Canon-Lager und möchte dort bleiben, dann ist das Pendant dort die Canon EOS 60D. Wobei die D7000 den Vorteil hat, dass sie ein bisschen weniger rauscht.

Das war also der versprochene und überfällige Artikel zu den neuen Kameras. Weiteres wird dann in den kommenden Projekten zu sehen sein. Bis dahin:

Stay tuned

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